Website für Selbstständige und kleine Unternehmen: was Sie wirklich brauchen
„Ich habe doch Facebook, brauche ich überhaupt eine Website?“ Das höre ich oft — und die Antwort lautet fast immer ja. Soziale Netzwerke sind das Schaufenster, die Website ist Ihr Geschäft: der einzige Ort im Netz, der wirklich Ihnen gehört, wo kein Algorithmus die Regeln macht und wo Kunden Sie über Google finden. Sehen wir uns an, was ein kleiner Betrieb wirklich braucht — ohne unnötigen Ballast.
Warum sich eine Website auch für die Kleinsten lohnt
- Glaubwürdigkeit. Ein Kunde, der Sie nicht kennt, sucht Sie vor dem Anruf im Netz. Eine gepflegte Website schafft Vertrauen, eine fehlende weckt Zweifel.
- Google. Menschen suchen Dienstleistungen über die Suchmaschine („Tischler in der Nähe“, „Buchhaltung für Selbstständige“). Ohne Website sind Sie an diesem wichtigsten Ort schlicht nicht vorhanden.
- Sie arbeitet rund um die Uhr für Sie. Die Website beantwortet die Grundfragen (was Sie tun, wo, wie man Sie erreicht), auch während Sie schlafen — und bringt Ihnen bereits vorinformierte Kunden.
Was sie enthalten muss (die Grundlage, die genügt)
- Wer Sie sind und was Sie tun — in einem Satz ganz oben auf der Startseite. Der Besucher muss in drei Sekunden verstehen, ob er richtig ist.
- Angebot beziehungsweise Leistungen — klar aufgezählt, nach Möglichkeit mit Richtpreisen oder zumindest der Erklärung, wie man zu einem Angebot kommt.
- Referenzen oder Arbeitsproben — Fotos von Produkten, abgeschlossenen Projekten, Kundenstimmen. Das verkauft besser als alles andere.
- Kontakt — Telefon, E-Mail, Formular, bei Bedarf Karte und Öffnungszeiten. Gut sichtbar, nicht unten versteckt.
- Angaben zum Unternehmen — vollständiger Name, Sitz, Register- und Steuernummer. Für Unternehmen in Slowenien ist die Veröffentlichung dieser Angaben auf der Website gesetzlich vorgeschrieben.
Technische Grundlagen, ohne die es nicht geht
- Eine eigene Domain (ihrbetrieb.si) — sie wirkt seriös und bleibt Ihre, auch wenn Sie den Dienstleister wechseln.
- Zuverlässiges Hosting mit Sicherheitszertifikat (SSL) — das Schloss im Browser ist heute selbstverständlich; ohne es kennzeichnen Browser die Seite als „nicht sicher“.
- Mobile Darstellung. Die meisten Besuche kommen vom Handy. Eine Website, die auf dem Handy auseinanderfällt, verliert die meisten Kunden.
- Geschwindigkeit. Eine langsame Website vertreibt Besucher und steht bei Google schlechter da (mehr dazu im Artikel über Geschwindigkeit).
Rechtliche Pflichten, die gern vergessen werden
Neben den Unternehmensangaben sorgen Sie noch für einen Cookie-Hinweis (wenn die Website Cookies verwendet — nach dem slowenischen ZEKom-2 und der DSGVO) und für den Schutz personenbezogener Daten beim Kontaktformular: Sagen Sie dem Besucher, wofür Sie seine Daten verwenden. Das ist nicht kompliziert, muss aber geregelt sein — Bußgelder sind real, und Ordnung schafft ohnehin Vertrauen.
Die häufigsten Fehler, die ich sehe
- Veraltete Inhalte — „Neuigkeiten“ aus dem Jahr 2021 sagen aus, dass es Sie vielleicht gar nicht mehr gibt.
- Keine klare Handlungsaufforderung — der Besucher weiß nicht, was er tun soll: anrufen? schreiben? vorbeikommen?
- Eine karge Seite ohne Inhalt — Google hat nichts zu bewerten, und der Kunde erfährt zu wenig.
- Die Website ist nicht in der Google Search Console angemeldet — Google weiß gar nichts von ihr; ohne das gibt es keine Besucher aus der Suche.
- Domain und Hosting auf den Namen des Dienstleisters — im Streitfall stehen Sie mit leeren Händen da. Die Domain gehört Ihnen!
Wie Sie anfangen
Sie brauchen kein großes Projekt. Eine gute einseitige Präsentation mit klarem Angebot, Kontakt und sauberer technischer Grundlage genügt für den Anfang völlig — ausbauen können Sie sie nach und nach. Wichtiger als Perfektion ist, dass die Website existiert, schnell ist und von Google gefunden wird.
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